Laatsch

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Ich buchstabiere: Ell-Doppel-A-Tee-Ess-Ceh-Hah!

Laatsch ist nicht Müller, Schmidt oder Meier in all ihren Abwandlungen. Laatsch ist relativ selten in Deutschland. Aber den Namen scheint’s vielfach zu geben. Nicht häufig, aber wir Namensträger*innen würden bei einer Versammlung schon eine mittelgroße Schulaula füllen, wenn wir die „falsche“ Schreibweise Latsch mit dazu holten.
Als Laatsch muss man den Namen schon ab und zu googeln, um sich davon zu überzeugen, dass man nicht der einzige ist, und ich kenne persönlich niemanden außerhalb meiner Familie, der auch Laatsch heißt. Und ich habe auch noch niemanden kennengelernt, der gleichgültig murmelte: „Laatsch?! Ja, ja, so heißt auch mein Cousin vierten Grades…!“ Man ist namenstechnisch recht isoliert als Laatsch, und obwohl der Name eher rustikal ist, verliert man manchmal die Bodenhaftung: Wer heißt schon Laatsch? Laatschen existieren in Gruppen immer nur im Singular!

Wie lebt es sich mit dem Namen Laatsch?

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Mauersegler

Mauersegler tragen
Gedanken von Mensch zu Mensch
Über Kontinente hinweg
Geht ihr Flug

Ohne es zu wissen
Verbinden sie Welten

Boten des Sommers
Aus Afrika und anderswo
Damit uns hier wieder warm wird
Ums Herz.

Urfurcht vor der kalten Kirsche: Das Mon Cheri-Trauma

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Wer kennt das nicht? Ab einem bestimmten Kindesalter ließen einen die Eltern in feierlicher Gelöstheit — beispielsweise an einem Geburtstag oder eben zu Weihnachten — plötzlich zum ersten Mal die letzten Tropfen aus einem Schnapsglas kosten. Eine neue Geschmacksrichtung tat sich auf, so also schmeckte so ein Schnaps, den die Erwachsenen trinken: bitter, beißend, scharf. Pfui bäh. Und husten musste man auch. Man verzog das Kindergesicht, die Tischrunde um einen herum lachte und man wurde auf später vertröstet, denn das Zeug sei ja eben nicht für Kinder…

Einige Heiligabende später durfte man mit Likör gefüllten Weihnachtsbaumbehang aus seiner Alufolie auswickeln, nicht aber ohne vorher die mahnenden Worte: „Da ist aber Schnaps drin!“, vernommen zu haben. Meistens reichte einem die Schokolade noch vollkommen aus, und die umstehende Feiergesellschaft nahm sich des harmlosen Mini-Schlückchens an.

Irgendwann war man soweit gereift, eine solche Likör-Praline mit den Zähnen zu knacken. Man war gefasst auf den flüssigen Inhalt und konnte die Tropfen mit der Schokolade am Gaumen zu einer wohlschmeckenden Masse zerquetschen, nicht ohne nachwievor husten zu müssen. Edle Tropfen in Nuss — nicht übel. Asbach Uralt in Schoko-Fläschchen — für Kenner! Und eines unschuldigen Abends in der Adventszeit —

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