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Heute verließen das Haus:

Helge Timmerberg – Die rote Olivetti
Aussetzungsgrund: „Warum ich so gut bin. Warum ich so geil bei Frauen ankomme. Wie ich mich koksend durch Havanna vögelte und dabei meine Seele verlor.“ – Heutzutage verrutscht ihm in Interviews das Gebiss deutlich hörbar, und sein zum aufgeweichten Brötchen verkifftes Sprachzentrum beschert dem Leser – hands down! – auch nur durchschnittlichstes, runtergerotzes Geschreibe ohne wirklich eigenen Stil. Trotz zig Jahrzehnten Berufsschreiberei. Hit the road, Jack, and don’t you come back no more…

Helge Timmerberg – Das Mantra gegen die Angst
Aussetzungsgrund: s. oben, plus dass er hier nun gar nix mehr mitzuteilen hat, außer, dass es in Nepal regnet und seine Versuche, einen vor Jahrzehnten getroffenen Sadhu/Yogi noch einmal zu treffen, scheitern. Bis eines Tages… – Nä! 176 Seiten, davon 130 überflüssig. Zeigt, dass man, sobald man einen Namen im Kulturbetrieb hat, von sich geben kann, was man will, es wird einfach gedruckt und verkauft. – Tschö mit ö!


Paul Brunton – Yogis. Verborgene Weisheit Indiens
Aussetzungsgrund: Anfang des Jahres festgestellt, dass ich’s doppelt besitze: Als einer der ersten britischen Sinnsucher mit schwer drückendem Vater- und Unterwerfungskomplex im Reisegepäck tingelt er durchs indische Kaiserreich, lässt sich von Dolmetschern/Helfern etliche lokale Yogis und Gaukler vorstellen, die er allesamt verständnisvoll und behutsam verschmäht, bis er zu dem einen, wahren Ramana Maharishi vorgelassen wird. Der Aufenthalt in dessen Ashram lässt ihn zerfließen wie Urschleim in der Kurve. Good night, white pride!

Gabriel Garcia Marquez – Die Liebe in Zeiten der Cholera
Aussetzungsgrund: Da ich des Spanischen leider nicht mächtig bin, muss ich auf deutsche Übersetzungen zurückgreifen, und die bringen mir Herrn Marquez leider immer völlig schwülstig und pathosgeladen rüber. Tüffig wie lila Kunstblumen auf Plastikbrokat. Nee, sorry. (Hundert Jahre Einsamkeit steht bereits auf der Abschussliste).