Der heutige Tag war eingerahmt von leichtem Nebel.

Morgens gegen halb acht stand ich, obwohl ich Nichtraucher bin, auf unserem Balkon in innerlich wie äußerlich sich lichtender Morgendiesigkeit, bei 4°C; die Novembersonne stand unmotiviert aber plfichtbewusst hinter den Häuserdächern in dünnen Wolken. Die Tauben auf einer nahen Fernsehantenne dösten döselich-taubig und verhandelten unter sich jede weitere Viertelstunde Sitzzeit. Rote Rücklichter reihten sich unten die 30er-Zone entlang, und schon vorn an der Ecke wurde die Sicht milchig, der Witterung wegen.

Der mit Rülpsern ausgelegte Tag schob sich ereignislos durch die Stunden, gegen 16:45 Uhr war schon wieder Dunkelheit anbefohlen, und in der ihr vorangegangenen, schnellen Dämmerung legte sich herbstliches Feuchtigkeitsgesprüh in die Seitenstraßen, Gehwege, Querwege und Hausflure, bis hinein in die Gedanken der nach Hause tuckelnden Berufstätigen. Der Schein der Ampellichter war milchig verwaschen, Reklametafeln sahen von weitem weit weniger aggressiv aus als sonst, die meisten Autos fuhren bedächtiger als gewöhnlich, doch der (Halb-)Mond als König aller Nebellampen ließ noch auf sich warten…
Ich mag Nebel.